IRONMAN vor heimischer Kulisse – Marina Knorr und Chris Zimmer berichten exklusiv für Carboo4U von ihrem ganz persönlichen fantastischen Aktiv-Erlebnis
Nachdem Regensburg vor einem Jahr die Ausschreibung um die Austragung des Ironman gewonnen hatte, war klar, dass ich dort starten werde.
Die Saison war teilweise sehr anstrengend und zäh, da das Wetter im Frühjahr nicht mitspielte und ich Mitte Mai eine neue Anstellung als Projektmanagerin angenommen habe, welche von mir sehr viel Energie und Kraft verlangt. Jammern hilft nichts. Da ich kein Profi bin, habe ich einfach meine frei verbleibende Zeit genutzt, so gut und effektiv wie möglich zu trainieren. Deswegen musste ich auch fast alle Vorbereitungswettkämpfe ausfallen lassen, um die Wochenenden zum Training nutzen zu können.
Der 1. August konnte kommen und ich freute mich vor allem darauf, dass es ein Heimspiel war und so viele bekannte Gesichter an der Strecke sein würden. Schwimmen im Guggi war wider Erwarten sehr harmlos und ich habe fast keine Schläge oder Tritte abbekommen.
Bereits an der Radstrecke waren an den verschiedenen Stellen viele Bekannte, die mich laut anfeuerten, sodass ich einfach nicht langsam fahren konnte. Die Radstrecke war sehr anspruchsvoll und windig, also keine Zeit zum Ausruhen. Der Lauf war Wahnsinn. Die Strecke war gespickt mit Zuschauern und bekannten Gesichtern, die alle lauthals anfeuerten.
Nach 10:44 kam ich zum wunderschönen Zieleinlauf nach Stadt am Hof und freute mich, dass ich den Wettkampf gut durchgestanden hatte. Nächstes Jahr werde ich wohl erst einmal eine IRONMAN- Pause machen und jetzt freuen Chris und ich uns erst einmal auf unsere Hochzeit am 4.September;-)
Bis bald
Eure Marina
Geschafft!! Die Premierenveranstaltung des IRONMAN Regensburg ist Geschichte. Für mich persönlich war es aufgrund der vielen bekannten Zuschauer, insbesondere auf der Laufstrecke eines der schönsten Rennen. Zugleich aber auch definitiv das härteste. Noch nie musste ich mir das Überqueren der Ziellinie derart hart erkämpfen.
Das Schwimmen verlief wie erwartet. Ich bin ganz rechts losgeschwommen, das waren die wenigsten Leute und deshalb waren die ersten 200m auch recht entspannt. Irgendwann wurde es dann aber doch sehr eng und an der ersten Wendeboje war Schwimmen kaum mehr möglich da ich aufgrund des Rechtsaussen-Starts in der Innenbahn angelangt war. Also dachte ich möglichst Schaden vermeiden und mit der Massen mittreiben. Das ging dann auch gut und nach 1:06 war ich aus dem Wasser.
Beim Radeln lies ich es dann planmäßig auf der ersten Runde locker angehen. Die Strecke ist hart, zwar wenige Höhenmeter aber immer ist was zu tun. Erholungsphasen gibt’s keine. Die wenigen Bergabpassagen sind dann wieder so steil dass ich bei dem Wind den Lenker festkrallen musste um nicht von der Strecke zu fliegen. Die zweite Runde war dann noch mühsamer. Die Sonne kam durch und der Wind frischte auf. Nach 120km wäre ich eigentlich gerne nach Hause gekommen und hätte die Beine hochgelegt. Aber da kam ja noch was. Also Kräfte sparen, weiter Carboo4U essen und trinken und nach Regensburg rollen.
In der Zwischenzeit hat sich auch schon der eine oder andere Krampf bemerkbar gemacht deshalb habe ich auf der ersten Laufrunde mit Cola und Salz erst mal versucht die Muskulatur in den Griff zu bekommen. Das ging dann auch und ab km 4 lief es recht gut. Immer wieder Cola und Salz. Bis dann nach 16km die Nahrungsaufnahme immer schwieriger wurde. Der Magen rebellierte, außer Wasser ging nichts mehr rein. Der Rest der Laufstrecke war somit eine Balanceakt zwischen einigermaßen zügigem Vorkommen und die verbleibenden Energievorräte nicht vom der Ziellinie vollständig aufzubrauchen. Zum Glück gab’s die vielen Zuschauer an der Strecke die mich immer wieder aufs Neue motiviert einen um den anderen Kilometer weiterzukommen.
Nach 10:54 für 226km war ich dann im Ziel. Zufrieden und stolz den Schweinehund einige hundert Male besiegt zu haben. Aber ohne Finisher-Shirt wollte ich halt auch nicht heimgehen.
Bis bald
Euer Chris














