Foto: Andreas Steindl
Niemals aufgeben, immer nach vorn schauen, auch mal den Kurs ändern und stets an das Positive glauben. Das haben wir bei unserem gestrigen Besuch beim Volleyball-Spiel der Alemannia Damen gegen Bayer Leverkusen erlebt.
Nichts ist unmöglich. Frei nach diesem Motto traten die Ladies in Black gestern Abend auf und wir hatten sehr viel Spaß an diesem Auftritt. Das, was wir gestern erleben durften, macht eben Sport aus. Du bist ganz unten, alle wenden sich ab und trotzdem machst du weiter… Du trainierst und trainierst, verlierst einen guten Freund auf Deinem Weg durch das Tal der Emotionen, weisst nicht, wo Du wirklich stehst mit Deinen Leistungen, Du hinterfragst Dein mögliches Versagen, Dein Umfeld zweifelt, doch Du hälst weiter an Deinen Zielen fest, Du glaubst fest an Dich, und dann…
Eine solche Geschichte erleben wir derzeit bei den Alemannia Volleyballdamen.
In einem über weite Strecken äußerst spannenden Spiel gewannen die „Ladies in Black“ das rheinische Derby gegen Bayer Leverkusen mit 3:1 und verlassen mit nun vier Punkten auf der Habenseite das Tabellenende der ersten Volleyball-Bundesliga.
1400 Zuschauer sahen am Montagabend das erste Spiel nach dem „Schnitt“ und unter dem neuen Trainerteam Reinhard Strauch und Ralph Krantzhoff. Dabei vertrauten die beiden Coaches, die beide bereits einmal in Diensten der Alemannia standen, fast während der gesamten Spieldistanz derselben Formation: Jana Poll und Goschka Plebanek auf den Außenpositionen, Alexandra Preiß und Anna Rönnbäck als Mittelblockerinnen sowie Esther Stahl auf der Universal-Position und Mareike Hindriksen im Zuspiel sowie Libera Jenny Schräder sorgten, mit der eingewechselten und danach bärenstark agierenden Lis Zernickow für den zweiten Heimerfolg in dieser Bundesliga-Saison.

Foto: Andreas Steindl
Leverkusen, mit dem Ziel Platz Sechs in die Saison gegangen, stand nach zuletzt sieben Niederlagen unter Zugzwang. Derzeit auf Platz Zwölf der Tabelle angesiedelt, merkte man dem Team von Dirk Sauermann immer wieder an, der viel gelobte Außenangriff um Kapitänin Maren Brinker überzeugte nur streckenweise. Die Alemannia hingegen zeigte eine beherzte und von viel Einsatz geprägte Leistung, auch spielerisch lief es deutlich runder als zuletzt, im Kombinationsspiel klappte es genauso wie mit den druckvollen Aufschlägen und der bereits in den letzten Matches erkennbar verbesserten Annahme. „Ich bin vollkommen zufrieden. Wir haben die letzten Tage geackert wie die Wilden, die Mädels haben im Training voll mitgezogen. Zwischendurch hatte ich sogar das Gefühl, sie ein wenig in ihrem Eifer bremsen zu müssen.“, sagte der
Von Beginn an entwickelte sich ein von ständigen Führungswechseln und immer wieder hart umkämpften Ballwechseln geprägtes Spiel. Nach einer zwischenzeitlichen 24:21-Führung konnten die Alemanninnen am Ende mit 25:22 die wichtige Führung einfahren.
In einem über weite Strecken ebenfalls sehr ausgeglichenen zweiten Satz behielten die Gäste mit 25:19 die Oberhand. Bis zum 19:20 waren die Ladies in Black im Spiel geblieben, bis sich die Leverkusenerinnen dank einiger leichter Fehler den Satzgewinn sicherten. Insgesamt jedoch konnten die Gastgeber endlich auch die zuletzt so oft hergegebenen „langen Bälle“ immer wieder für sich entscheiden, Jenny Schräder stand mit ihrem Einsatz beim Punkt zum 7:6 stellvertretend für eine kämpferisch überzeugende Leistung.
Ähnlich umkämpft, doch mit dem besseren Ende für die Alemannia verlief der vierte Satz. Hart umkämpfte Ballwechsel, die Einwechslung von Lis Zernickow zur richtigen Zeit, ein Rückstand von 21:23 kurz vor Schluss aufgeholt und schließlich mit 25:23 die Oberhand behalten: So gingen die „Ladies In Black“ in Führung. Spielabschnitt Vier beschwor dann den Klassiker von Hitchcock, der in Aachen gelegentlich zur Pappnase wird: 31:29, ein solches Satzergebnis suchen auch die alten Volleyballhasen zumindest ein wenig intensiver. Grenzenloser Jubel auf Aachener Seite, verständlich, auch weil man dank der 1:3-Niederlage des Mitkonkurrenten Chemnitz den rettenden 13. Platz mit nun 4 Punkten auf der Habenseite zurückerobert hat.
Foto: Andreas Steindl
Es war ein toller Abend mit Happy End, und wir von Carboo4U drücken unseren Ladies in Black weiter fest die Daumen, so dass diese für weitere Überraschungen sorgen, und dass die eigenen Hoffnungen auch mal erfüllt werden…
Wir bedanken uns für die tollen Bilder von Andreas Steindl und freuen uns auf den nächsten Carboo4U Betriebsausflug





