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7. Okt. 2013

Carboo4U-Sprachführer – Hawaiische Sprache

Sprache

In den letzten Jahren hat sich Hawaii wieder auf die kulturellen Traditionen der Ureinwohner besonnen. Ein erster Schritt, diese Tradition zu achten, war die schrittweise Einführung der ursprünglichen Schreibweise alter hawaiischer Namen und Begriffe. Eigentlich wird überall auf Hawaii Amerikanisch gesprochen, viele Kinder von Einwanderen sprechen darüber hinaus auch noch die Muttersprache der Eltern – Chinesisch oder Japanisch zum Beispiel. Nur auf der Privatinsel Niihau, die für Besucher unzugänglich ist, reden die Bewohner fast ausschließlich in der alten Sprache Hawaiisch, für die Kinder hier ist es noch die Muttersprache. Aber die Insel hat nur knapp 300 Bewohner und man schätzt, dass über die Inseln verstreut nur noch knapp 2.000 Menschen, meist ältere, die Sprache beherrschen. Die Zeitung “Ka Hoku O Hawai´i” erschien bis 1948 in Hilo – es war das letzte von zuvor fast 70 verschiedenen Blättern. Lange Zeit konnte man auf Hawaii Hawaiisch nur wie eine Fremdsprache an der Universität erlernen, traditionsbewusste Insulaner setzen sich aber für eine Neubelebung ein. So wird heute auch schon an einigen Schulen Hawaiisch im Lehrprogramm aufgenommen.

Aussprache

Als im vorigen Jahrhundert die Missionare eintrafen, gab es keine Schrift, nur das gesprochene Wort. Sie brachten die wohlklingende polynesische Sprache in Schriftform, “vergaßen” dabei aber einen Buchstaben. Es ist der Glottal (englisch) oder okina (hawaiisch), ein Laut, der in europäischen Sprachen gar nicht als eigener Buchstabe existiert. Aber im Hawaiischen beeinflusst er erheblich die Ausprache und Bedeutung der Wörter, da er meist zwischen Vokalen steht und als kleine Pause im Wort gesprochen wird. Er hat die Rolle eines vollwertigen Konsonanten. Ohne diesen Laut würde man den Ort Kaaawa (auf Oahu) mit einem gaaaanz langen a sprechen, in Wahrheit sagt man aber : Ka´a´awa. Und Hawaii spricht man nicht Hawei, sondern deutlich dreisilbig Hawai´i.

Aloha

Dem Touristen begegnet die hawaiische Sprache meist in Floskeln, die verstreut wie die polynesischen Inseln im Pazifik im Sprach-Meer des Englischen liegen. Oder in Form von hawaiischen Liedern auf der Souvenir-Kassette. Und zu guter Letzt auch bei zahllosen Straßen- und Ortsnamen, mit dennen sich viele Touristen schwer tun. Für deutsche Zungen ist die Aussprache hawaiischer Wörter leichter als für Menschen des englischen Sprachraums, denn alle Vokale klingen so wie in der deutschen Aussprache gewohnt. Umgangssprachlich gibt es eine Menge Ausdrücke, denen man auch als Tourist sehr häufig begegnet.

Auf Hawaii herrscht der Geist von Aloha. Denn dieses weltweit bekannte Wort ist nicht nur ein Gruss a la Guten Tag, alles Liebe oder Auf Wiedersehen, sondern ist aus den Wörtern Oha, Alo und Ha – “das freudige Teilen der Lebensenergie”. Ha heißt der Atem des Lebens, Alo heißt einer Sache von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten, mutig ins Auge blicken, entgegengehen, die Stirn bieten. Alo-Ha, so erweist man Ehre der Lebenskraft, dem Mana im Menschen, der Macht, Kraft, Gewaltigkeit des Lebens. Das Leben bejahen!

Auch die Himmelsrichtungen Osten, Westen, Norden und Süden werden nicht ins Englische übersetzt, ebenso einige Speisen. Der beliebteste Zungenbrecher für Touristen ist ein schöner, bunter Fisch mit dem netten Namen:
Humuhumunukunuku’apua’a
(Humu – humu – nuku – nuku – a – pu – a – a)
Er ist der Staatsfisch von Hawaii, auf dem Bild könnt Ihr ihn bewundern.

P.S. Das Zungenbrecher-Spiel, wer spricht es am besten aus… Das waren die lustigsten Abende mit Olaf auf Hawaii…

Haole nennt man auf Hawaiisch die hellhäutigen Halbwesen aus Europa und vom Festland: ole bedeutete die Abwesenheit von etwas, und ha hieß der Atem des Lebens, der auch in Aloha benutzt wird. Die Weißen waren also für die Einheimischen die Ohne-Leben, wegen ihrer Blässe und Freudlosigkeit. Für die Blässe konnten die Haoles nichts, aber ihre Freudlosigkeit war durch ihre Frömmigkeit bedingt. Auch wenn heute die Frömmigkeit abgelegt wurde und die Weißen sich in der Sonne rösten, haftet Ihnen der Name an. Ein Kamaiaina ist ein alteingesessener Insulaner, ein Malihini ist ein Greenhorn.

Zur Orientierung benutzt man folgende Begriffe:

Ewa: Westen – westlich von Honolulu
Kona: Richtung, aus der der Südwind kommt
Mokai: Richtung zum Ozean (Moana)
Mauka: Richtung Berge, Pali Küste
Koko-Head: ganz weit östlich von Honolulu
Wai heißt Wasser, Waikiki schäumendes Wasser
Kane ist der Mann, Vahine die Frau, Keiki das Kind

Mahalo heißt Danke!

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