27. Jun. 2011

Carboo4U TuS Griesheim-Durchstarter Paul Schuster erkämpft mit dem 3. Platz Podiumsplatzierung beim Nord Amerika Cup – Carboo4U Neuzugang Philipp Bahlke gewinnt 2. Bundesliga-Wettkampf am Rothsee – Lange und Sieburger gewinnen Podestplatz bei Speedman-Premiere in München
Berichte: Carboo4U TuS Griesheim/Patrick Lange
Gut 60km östlich von Montreal fand am Sonntag ein Triathlon in der Nord Amerika Serie statt. In erster Linie ging es für Paul darum, Punkte für das internationale Ranking zu sammeln – aber auch um Erfahrung im internationalen Renngeschehen, die er unbedingt braucht, um sich weiterzuentwickeln und die kleine Chance im Qualifikationspoker um die WM in Peking aufrecht zu halten.
Am vergangenen Donnerstag ging es mit dem Flieger nach Montreal und dann per Shuttle Bus nach Coteau du Lac, wo gestern um 15:45Uhr Ortszeit der Startschuss viel. Nach 19:26min kam Paul auf Rang fünf aus dem Wasser. Mit einer Wechselzeit von 26 Sekunden konnte er sich mit 9 weiteren Athleten in der ersten Radgruppe behaupten. Auf leicht welligem Kurs benötigten die 10 Athleten rund 1:01 Stunden für die 40km. Wie so oft in den Windschattenrennen kam es zu einer Laufentscheidung, in der Paul nur den US Amerikaner Ethan Brown und den Kanadier Andrew Yorke auf den letzten 3km vorbei lassen musste.
Mit einem Laufsplit von 33:38min und einer gesamt Zeit von 1:55:18 Stunden kann sich Paul über einen sehr guten Wettkampf, wichtige Punkte und ein kleines Trostpflaster in Form von Preisgeld freuen, denn alle Reisen zu den Continental Cups muss er selbst finanzieren.
Jetzt heißt es für Paul gut nach Hause kommen und sich auf 10 Tage Regeneration freuen.

Carboo4U Neuzugang Philipp Bahlke gewinnt den 2. Bundesliga Wettkampf in Roth
Für die Athleten des 2. Bundesligateams viel am Samstag um 16:00 Uhr am Rothsee der Startschuss. Es war das zweite Rennen in der diesjährigen Saison. Für den in Saarbrücken lebende Philipp Bahlke war es das erste Rennen für die Carboo4U Teams und das nutzte er gleich um sich für einen Start in der 1. Bundesliga zu empfehlen.
Nach 750m Schwimmen kam er mit 40 Sekunden Vorsprung aus dem Wasser. Die Situation war günstig, um einen Alleingang auf dem Rad zu wagen. Vom Trainer gab es das Signal zur freien Fahrt.
In der Verfolgergruppe befand sich Thomas John und zunächst noch Marco Jung. Marco schied kurz vor nach der Hälfte des Radabschnitts wegen eines Plattfußes aus. Somit war klar, dass die 4 im Rennen verbliebenen Athleten Philipp Bahlke, Stephan Eichheimer, Dominik Leifer und Thomas John das Rennen beenden mussten.
Dies gelang Philipp in beeindruckender Weise mit Platz eins. Nach dem Radrennen hatte er einen Vorsprung von 1:20 Minuten. In einer ersten schnellen Laufrunde machte er den Sieg perfekt. Auf Rang 8 folgte Thomas John, Platz 50 Stephan Eichheimer und Platz 62 Dominik Leifer. Damit kam die Mannschaft auf Rang 9. Das Resümee des Trainers: Mit dem Ergebnis müssen wir zufrieden sein. Der Sieg von Philipp freut mich sehr.
Die nächsten beiden Rennen sind am 10.07. am Tegernsee und am 24.07. am Wörthsee.Die bayerische Seentour wird vom Renner zur 1. Bundesliga am Schliersee ergänzt
Lange und Sieburger gewinnen Podestplatz bei Speedman-Premiere in München
Geschrieben von Patrick Lange
Weil ´s mal etwas schneller werden sollte entschlossen sich Lisa Sieburger, Leonie Poetsch und ich zum Speedman in München am 25.06. zu fahren. Das Event lockte mit einem Superformat und einer Riesenkulisse im Olympiastadion zu München. Die Rennen wurden im KO Format über die Distanzen 200/6/2 ausgetragen und es galt Viertel / Halb / und Finale zu bewältigen.
Im Viertelfinale konnten wir alle vom Team die Beine “hochnehmen” und mehr oder weniger locker das Halbfinale erreichen. Lediglich beim Schwimmen drückten wir ordentlich auf die Tube um schnell das mit 13.8 * Grad verdammt (!) kalte Wasser zu verlassen. Dies gelang uns allen immer gut und wir zählten insgesamt wohl zu den schnellsten Schwimmern am Tag.
Das Halbfinale der Frauen war dann bei Leonie und Lisa eine “TuS Angelegenheit” souverän zeigten sie der Konkurrenz, dass die beiden heute um den Sieg im Finale mitkämpfen wollen und kamen auf Platz 1 und 2 ins Ziel. Der Weg ins Finale war frei…
Für mich war das Halbfinale schon eine kleine Herausforderung, denn es waren alle Kurzdistanz Konkurrenten im Lauf vertreten. Mittlerweile hatte ich auf das Klickpedal verzichtet und brauchte manchmal gute Beine und fahrerisches Können um entstandene Löcher zuzufahren oder mein Rad nur mit “Bärentatzen” und Laufschuhen auf Kurs zu halten. Am Ende war es aber doch eine klare Entscheidung und ich kam auf Platz 3 durch das Halbfinale ohne beim Laufen die letzen Reserven angreifen zu müssen.
Dann stand das große Finale an!
Die Spannung war nun deutlich höher als noch in den Vorrennen. Nun galt es “die Hosen runterzulassen” und zu zeigen was man wirklich drauf hat.
Zuerst waren die Frauen am Start. Mit überzeugender Schwimmleistung waren sowohl Lisa als auch Leonie in der Spitzengruppe von 8 Frauen vertreten. Spannend war dadurch die Frage, wer kommt unter die ersten 6 und damit in die Preisgeldränge. Beim Rad verhielten sich die Carboo4u Damen klug und sparten Energie für den abschließenden Lauf, auch wenn die starken Radfahrerinnen van Vlerken und Wagner ordentlich aufs Gas drückten hielten sie stets dagegen. Dann ein schneller Wechsel und raus auf die Laufstrecke. Anne Haug stellte sofort klar, dass gegen sie im Lauf kein Kraut gewachsen ist, dahinter aber spielten sich fesselnde Zweikämpfe ab. Lisa musste sich gegen die plötzlich auflaufende Yvonne van Vlerken erwehren und Leonie gegen die bekannt starke Läuferin Juliane Straub. Es wurde ein Kampf bis kurz vor die Ziellinie und am Ende fehlten nur Sekunden um den jeweils besseren Platz zu ergattern, aber trotzdem liefen die beiden TuS Damen zufrieden auf Rang 3 und 5 ins Ziel ein und konnten sich am Ende des Tages über Blumen und sattes Preisgeld freuen.
Bei uns Männern war das Rennen von vorn herein offener. Alles war möglich. Man(n) musste in diesem Fall einen klaren Kopf behalten und versuchen die Konkurrenz zu lesen und trozdem sein Rennen durchzusetzen. Beim Schwimmen lief es wieder gut, nach 2:08 krabbelte ich aus dem Becken an 2. Position – Neo aus, Schuhe an, Startnummernband hochziehen, Helm auf und raus. Das war die Abfolge für den schnellen Wechsel, der dann erfolgen musste. Auf dem Rad saß ich dann auch als einer der ersten und konnte die ersten Meter kontrollieren. Ab dann wurde von allen Konkurrenten der 10 Mann starken Führungsgruppe nur noch mit dem Messer zwischen den Zähnen gefahren. Immer wieder harte Antritte und Löcher entstanden und Timo Bracht machte auf den Geraden noch ordentlich KM/H. Dann wieder Wechsel. Diesmal nur Rad hinstellen, Helm ab und raus auf die 2km. Ich lief an so schnell es ging und war nach 500m in einer dreier Spitzengruppe vorne. Dann forcierte ich das Tempo doch der Engländer Buckingham konterte und lief einen 5m- Vorsprung heraus. Dedek aus Tschechien hielt sich noch hinter mir sah aber anscheinend, dass ich bei der Tempoverschärfung Körner gelassen hatte und griff an. Ich konnte folgen, aber nicht mehr Überholen und war am Ende mit Platz 3 happy. Auch weil die Konkurrenten, die hinter mir waren, nicht zu verachten sind.