22. Feb. 2010
Koasa Lauf- 50 km Skating mit Silvi und Carboo4U…
Am Sonntag, den 14.02.2010 fand in St. Johann/ Tirol heuer wieder der Koasa Lauf statt. Für Langläufer ist dieses Event seit vielen Jahren ein Höhepunkt. Zur Auswahl standen dieses Jahr die 25 und 50 km Strecken in der klassischen Technik sowie die 25 und 50 km im freien Stil. Ich habe mich entschlossen, meinen ersten richtigen Langlauf Wettkampf gleich auf der 50km Skating Strecke zu absolvieren!
Für alle Interessierten hier ein kleiner Rennbericht!
Der Start war am Sonntag für 10 Uhr angesetzt. Bereits am Vortag hatten wir den Streckenbeginn auf Skiern besichtigt, da hier der längste Anstieg und dementsprechend auch die längste Abfahrt war. (Ich bin technisch eine Niete- vor allem bergab!)
Ebenfalls habe ich am Vortag meine Ski am Swix Stand professionell mit Rennwachs versehen lassen… gut gewachste Ski sind schließlich das wichtigste beim Langlaufen!
Am Sonntag sind wir also gegen 9 Uhr zum Start aufgebrochen, dort kurz eingelaufen und dann ging es schon in die Startaufstellung. Eine eingezäunte Gerade in der sich alle Läufer aufreihen mussten. Elite Starter und Euroloppet Paßinhaber dürfen nach vorn- also ich nach hinten J. Der Start an sich ist durch die unhandlichen Ski fast noch aufregender als ein Ironman Start J.
Allerdings habe ich davon leider nicht viel mitbekommen, da ich doch einige Anfängerfehler eingebaut habe… Wir hatten uns ganz rechts in der Reihe eingeordnet, da wir recht spät am Start waren und dort die besten Aussichten waren um noch etwas weiter vor zu kommen. Als der Startschuss fiel wollte ich gleich schnell los- und wurde abrupt ausgebremst… mein Skistock hatte sich im Absperrnetz verfangen, Stock weg, Handschuh aus, und ich fand mich am Boden liegend wieder und versperrte den Läufern hinter mir den Weg- peinlich!
Als ich mich aufgerappelt hatte waren alle weg. Da ich noch vor der Zeitmatte zu fall gekommen war hoffte ich dass es sich nicht so schlecht auf die Zeit auswirken würde… also habe ich mir gleich noch etwas Zeit gelassen. Dann aber los- Vollgas! Und erstmal nur überholen, überholen, überholen!
Als ich gerade wieder Patrick eingeholt hatte und somit etwa da war wo ich ursprünglich gestartet war… (bis dahin hassten mich sicher schon ca. 50 Läufer weil ich teils etwas rücksichtslos überholt hatte im engen Pulk- aber Technik ist halt noch nicht so meins…) kam mir beim Überholvorgang der Stock eines Mitstreiters in die Quere und brachte mich erneut zu fall. Wieder war ich für „Stau“ verantwortlich. Zum Glück war die Loipe so breit dass ohnehin in 4 bzw. 5 er Reihe nebeneinander gelaufen werden konnte. Ich musste aber erst wieder aufstehen, meine verloren gegangene Trinkflasche einsammeln um dann erneut zum Überholvorgang ansetzen zu können. Ärgerlich!
Als nächstes wurden wir –diesmal alle- wenige Hundert Meter später ausgebremst. Der erste Anstieg, die Spur wurde so eng dass nur mehr 2 Nebeneinander laufen konnte, was natürlich Stau verursachte! Spätestens fällt mir auf dass es fein wäre, wenn die 25 km Läufer einen gesonderten Start bekämen- damit sich das Gedränge etwas entzerrt!
Naja, die schnellen Gruppen in die ich mich möglicherweise schön hätte einreihen können (Windschatten macht auch beim Skaten enorm viel aus!) waren eh schon längst weg! Der Anstieg war durch den Verkehr eher locker (zumindest vom Gefühl, vom Puls nicht). Am Ende war die erste Verpflegungsstelle bei 5km und dann kam schon die Böse Abfahrt! Die Loipe war viel besser präpariert als gestern beim Training als noch alles für den klassischen Lauf hergerichtet war, also habe ich mich tatsächlich getraut es einmal schön laufen zu lassen! Ich habe es auch fast bis zum Ende der langen Abfahrt geschafft weder mich noch andere zu Fall zu bringen (obwohl es in einer Kurve sehr knapp war!)… dann habe ich aber in einer langgezogenen Rechtskurve bei voller Geschwindigkeit nicht mehr geschafft umzusetzen, habe einen Spagat gemacht und dann bei voller Fahrt mit Rippen und Gesicht gebremst. Brille weg, Flasche weg und ich dachte nur noch daran wie ich denn hier am besten einen Krankenwagen rufen kann da ich dachte die Rippen sind gebrochen. Kurze Zeit später wurde es dann aber wieder besser. Patrick kam wieder von hinten heran und half mir auf, brachte die Flasche wieder in mein Radtrikot und dann konnte es weiter gehen. Von hier an beschloss ich nun vorsichtiger zu laufen! Es sollte auch mein letzter Sturz bleiben. Einige kurze und dennoch teils schwierige Abfahrten habe ich glücklicherweise ohne Sturz überstanden!
Die Streckenführung war schön, die Schneeverhältnisse ausgezeichnet!
Später habe ich noch eine Mitstreiterin gefunden, mit der ich mich immer wieder ein wenig duelliert habe, was das ganze noch interessanter gemacht hat!
Als endlich und schon kurz nach dem 40 km Schild das 45 km Schild auftauchte war ich doch etwas froh, da man beim skaten die ganze Zeit über einen sehr sehr hohen Puls hat und ich doch schon etwas erschöpft war! Ich hatte einen Durchschnittspuls von 161 über 3 Stunden und beim laufen ist mein Übergang in den anaeroben Bereich bei knapp über 150! Beim Rad fahren komme ich maximal auf 163!
Leider standen die km Schilder nicht am richtigen Platz, sodass die letzten 5 km sich seeeehhhhhr lang gezogen haben! Aber wenn man fast da ist, ist das ja dann auch schon egal!
Das Ergebnis war von der Zeit her OK, unter 3:30 hatte ich mir als Minimalziel vorgenommen. Von der Platzierung hätte ich doch mehr erwartet. Aber ich denke mit einer guten Startposition und weniger Stürzen und Blödheit am Anfang wäre ich sicher 20 Minuten schneller gewesen. Jedenfalls bin ich zufrieden, da ich auf jeden Fall alles gegeben habe- mein Puls ist der Beweis und der Muskelkater am Folgetag hat das auch bestätigt! J
Ergebnis: Platz 19 Gesamt Damen, Platz 9 in der AK, 50km in 3:03:32,44 h, das sind 16,35 km/h oder 3:40 min/km.
Und nächstes Jahr bin ich sicher wieder dabei!
Liebe Grüsse
Silvi