27. Okt. 2008
Samstag, 25.10. Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd
Nach 9 Jahren fuhr ich mal wieder zum Saisonabschluß zum Schwäbisch Alb Marathon um die drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg, Stuifen zu erklimmen. Durch meinen Sieg beim GuthsMuths-Rennsteiglauf und die Teilnahme beim Bieler 100-Km-Lauf konnte ich so auch noch in die Wertung zum Europacup der Landschaftsläufe kommen. Da Udo zum Röntgenlauf nach Remscheid fuhr, wollte ich mit dem Zug anreisen. Wie so oft, benutzt man mal die Deutsche Bundesbahn ist dort Chaos. Doch ich hatte Glück und „meine“ ICE´s mussten nicht zur Kontrolle und so brauchte ich nur gut 3 Stunden bis Schwäbisch Gmünd, hätte ich mit Auto Freitagnachmittags nie geschafft. Nur die 500 m vom Bahnhof bis zum Hotel waren ein wahrer Kraftakt, denn mein Koffer war gut 40 Kilo schwer.
Nun gut, Krafttraining war für heute damit erledigt. Das Hotel lag direkt in der Innenstadt nahe bei Start/Ziel auf dem Marktplatz und neben dem Prediger, dem Kulturzentrum, wo Startnummernausgabe, Siegerehrung etc. waren. Ich holte mir meine Startunterlagen, bummelte noch etwas durch die Stauferstadt und legte mich früh schlafen.
Samstagmorgen blauer Himmel, aber kalt. Udo rief an, zuhause im Rheinland Regen. Ich zog meine neuen Carboo4U-Sachen, die Donnerstag noch mit der Post gekommen waren, an und um 10 Uhr liefen die 50 Kilometer Läufer zusammen mit der 50-km-Stafettenlauf (bis zu 10 LäuferInnen) und den Rechberglauf (25 km) bei Sonnenschein und kühlem klaren Herbstwetter los. Es wurde wie immer ein schöner Lauf mit allem was die Natur im Oktober zu bieten hat. Die Strecke ist kurzweilig, da es sich Untergrund und Topografie ständig ändern. Auch meine Verfassung änderte sich und zwar wurde ich ab Kilometer 35 doch merklich müder. Waren es die vielen Wettkämpfe der letzten Wochen oder der fehlende Wasserträger Udo mit Carboo4U, den hier gab es nur Tee, Powerade und Cola.
Der letzte Anstieg kurz nach Kilometer 40 ließ es mir dann auch zu warm werden und ich war froh einer begleitenden Radfahrerin Handschuhe, Buff und langes Unterziehshirt zu geben. Von 43-48 km verläuft die Strecke auf einer alten Bahntrasse. Zum Glück ständig leicht bergab, denn hier beginnt für viele das Restleiden. Der letzte Kilometer durch die Stadt war nicht ganz so attraktiv: Etwas eckig, nicht abgesperrt und ignorante Passanten. Mir war es egal, ich war froh im Ziel zu sein und nur noch die 200 m bis zum Hotel gehen zu müssen. Doch eine warme Dusche, etwas Beine hochlegen, Carboo4U in flüssiger und fester Form und ein Bummel durch die Stadt zum Beine lockern war wieder möglich. Die Siegerehrung und eine Stunde mehr Schlaf in der kommenden Nacht ließen die Strapazen vergessen und sich auf den nächsten Lauf dieser Kategorie, den Trail Uewersauer am 16.11. in Heiderscheid in Luxembourg freuen. Dort gibt es dann Carboo4U auch unterwegs!
Liebe Grüße
Eure Birgit Lennartz
Wer mich noch nicht kennt, ich heiße Birgit Lennartz, bin seit dem 22.11.1965 auf der Welt und betreibe Langstreckenlauf seit 1978. Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in St. Augustin. In Köln habe ich Sport studiert, danach in Bonn ein bisschen in die Oekotrophologie reingeschnuppert, um dann dort noch eine Ausbildung zur Physiotherapeutin abzuschließen. Die Ernährungswissenschaften sind aber mein Steckenpferd geblieben. Als erfolgreiche Langstreckenläuferin (siehe unter www.marathon-und-mehr.de, Portrait Birgit Lennartz) mit theoretischem Hintergrundwissen aufgrund meiner Ausbildungen gebe ich mein Wissen und meine Erfahrungen natürlich auch in Seminaren und Aufsätzen weiter. So sind mein Ehemann Udo (ich heiße offiziell seit 1992 Lennartz-Lohrengel) und ich seit 2001 Herausgeber der Laufzeitschrift für den Landschafts-Erlebnislauf Marathon & mehr.